Tampa / St. Petersburg 30.12 bis 03.01

Uff, Glück gehabt - nach rund 24 Stunden der Totalverweigerung hat unser Fotoapparat den Kampf gegen die innere Feuchtigkeit gewonnen und ließ uns wieder Fotos machen! Und so können wir euch auch von der vorletzten Etappe wieder textlich und per Bild grüßen... Wir sind zurück am Meer... Da Check-Out-Zeit in Orlando um 11 Uhr und Check-In-Zeit in Tampa erst um 16 Uhr war und die Fahrt dorthin nicht einmal 2 Stunden dauert, haben wir uns am Vormittag in Orlando noch die große Parade anlässlich einer besonderen Serie von College-Football-Games angeschaut... In Tampa haben wir uns für ein Hotel etwas außerhalb entschieden - einfach weil man in Strandnähe für ein gleichwertiges Hotel schnell mal das Doppelte zahlen muss. Dann halt doch lieber täglich etwas fahren (erst Recht bei den ja schon erwähnten günstigen Benzin-Preisen hier)... Natürlich mussten wir dafür abends immer mit sattem Stop and Go-Verkehr weg vom Strand leben... Na ja, mit dem richtigen Radiosender kein Problem! Im Gegensatz zur deutschen Radiolandschaft, wo eigentlich jeder Sender ohne Ecken und Kanten dasselbe wieder und wieder runter dudelt, gibt es in den USA ausnahmslos Radiosender, die sich jeweils einer bestimmten Musikrichtung verschrieben haben. Bei uns läuft hier dementsprechend von morgens bis abends der Sender für Country-Musik! Und dabei denkt jetzt bitte, bitte nicht an "Truck Stop" oder so! US-Country-Musik ist ganz anders - z.B. deutlich rockiger. Auf jeden Fall - durch die USA im Auto fahren und dazu Country-Musik aus dem Radio: da stellt sich fast zwangsläufig entspanntes US-Urlaubsgefühl ein - selbst im Stau... Und täglich um Punkt 12 Uhr muss ich dabei dann immer an meinen Bruder denken, der in genau diesem Moment immer Gift und Galle spucken würde (er teilt unsere Leidenschaft für die USA halt so gar nicht), denn dann wird immer die Nationalhymne gespielt. Tja, so sind sie halt die Amis... Erst Recht auf den Sendern für die urtypische amerikanische Country-Musik... Aber zurück zum Urlaub... Wirklich beklagen über das Wetter konnten wir uns auch während der Tage hier in Tampa / St. Petersburg nicht - wieder keinerlei Regen und immerhin immer über 20 Grad. Allerdings machten sich zumindest an den beiden Abenden, an denen wir am Strand einen Sonnenuntergang sehen wollten, mehr und mehr Wolken breit. Es war also nichts mit der Sunset-Celebration am Pier 60 in St. Petersburg-Clearwater, wo sich ähnlich wie am Melory Square auf Key West jeden Tag Touristen, Kleinkünstler, Händler und sicher auch einige Einheimische treffen um den malerischen Sonnenuntergang zu feiern... Insgesamt ist das Ganze am Pier 60 aber ohnehin deutlich kleiner und unspektakulärer als auf Key West... Etwas mehr Glück als mit dem Sonnenuntergang hatten wir mit unserer Bootstour zur Delfin-Beobachtung - wir haben dabei doch einige Delfine sehen können. Allerdings nicht in so spektakulärer Art und Weise wie vor einigen Jahren als wir mit einem Schnellboot auf Dolphin-Watch-Tour waren. Nun, dafür waren wir damals nach der Tour klitschnass... Tja, und ansonsten!? Ansonsten haben wir hier natürlich a) viel Zeit am Strand verbracht... Und b) viel Zeit mit Besuchen in State Parks - Besuchen zum Wandern und Picknicken. Irgendwie schwärmen wir in diesem Blog ja bei jedem Eintrag von den USA... Na, wer uns etwas besser kennt, hat vermutlich auch absolut nichts anderes erwartet... Aber an dieser Stelle ist das Schwärmen wirklich noch einmal nachhaltig gerechfertigt! - Egal ob Nationalpark, State Park oder sonst etwas - die Parks sind allesamt sehr schön, großzügig gestaltet und wunderbar gepflegt. Gleiches gilt für die überall zu findenden Picknick-Plätze - groß, wunderschön gelegen, mit allen Annehmlichkeiten wie z.B. Toiletten oder Grillmöglichkeiten und ausnahmslos immer wie neu. Und diese außerordentliche Sauberkeit ist nicht nur ein Verdienst der Betreiber, sondern auch durch die hohe Disziplin der Nutzer zu erklären - hier lässt wirklich niemand seinen Müll auf dem Picknick-Platz liegen und niemand beschmiert oder zerstört etwas... Tja, der Urlaub ist fast zu Ende... Für 4 Nächte geht es nun noch auf Sanibel Island - und laut Wetterprognose erwarten uns dort an unseren letzten Tagen noch einmal fast 30 Grad Luft- und 23 Grad Wassertemperatur... Auch die letzten Tage werden wir also ganz entspannt und glücklich schaukeln... Wir melden uns am 7. Januar noch einmal hier im Blog von dort...

3.1.09 02:39, kommentieren

Werbung


Fort Myers 03.01 bis 07.01

Hallo! Alle schönen Dinge sind zeitlich limitiert - ein umwerfender Song, ein mitreißender Film, das Leben insgesamt - alles ist viel zu schnell vorbei... Und so geht leider auch ein jeder Urlaub irgendwann zu Ende... Tja, und so ist es an der Zeit euch ein allerletztes Mal von unserem diesmaligen 4-Wochen-Urlaub in Florida zu grüßen... Die letzten Tage haben wir in Fort Myers - tief im Südwesten Floridas - verbracht... Ja, aufmerksame Leser des Blog stolpern jetzt vielleicht über "Fort Myers", denn angekündigt war für die letzte Etappe "Sanibel Island"... Nun, wir haben uns kurzfristig umorientiert. Als wir hier unten ankamen, überkam uns der Gedanke, dass es in Fort Myers, auf dem Festland direkt vor Sanibel Island, doch eigentlich auch ganz schön und vor allem viel billiger ist... Und so haben wir uns in ein Starbucks-Café (ja ja, wo auch sonst...) gesetzt, das Notebook angemacht und kurzfristig ein anderes Hotel gebucht, dass dann zufällig direkt gegenüber von dem Starbucks war... Insgesamt standen die letzten Tage noch einmal unter dem Zeichen Relaxen und Natur - ein Bemühen langsam in das Ende des Urlaubs und die Rückkehr in den Alltag hinein zu gleiten... Das erste Bild zum Thema "Natur" wird euch komisch vorkommen! Schaut selbst: Tja, aber so ganz falsch ist das Bild in der Rubrik "Natur" nicht, denn die bereits an anderer Stelle erwähnten Florida-Seekühe "Manatees" lieben die warmen Gewässer des Kühlwassers solcher Anlagen und deshalb sind solche Anlagen eben ein idealer Anlaufpunkt für Naturfreunde, die die friedlichen Tiere sehen wollen. Auf den folgenden Fotos könnt ihr ganz gut erkennen, dass sich wirklich viele Manatees dort aufhalten! Allerdings sind Manatees äußerst gemütliche Tiere und deshalb könnt ihr auf den Bilder zwar eine Menge Manatee-Rücken sehen, mehr aber nicht... Für diejenigen, die noch nie ein Manatee gesehen haben, gibt es deshalb an dieser Stelle mal ein künstliches Manatee zu sehen - so für die bessere Vorstellung: Auch wenn wir uns kurzfristig gegen ein Hotel direkt auf Sanibel Island entschieden haben - einen Abstecher dorthin haben wir selbstverständlich trotzdem gemacht. Einfach weil Sanibel Island ein idealer Platz für Muschelsucher ist... Für Badefreunde war Sanibel Island an diesem Wochenende hingegen vielleicht kein so optimaler Anlaufpunkt, wie das Warnschild auf dem folgenden Bild verdeutlicht: Ein Verbot zum Baden gab es wegen der Haie freilich nicht! Wir haben ja schon in einem früheren Abschnitt darüber geschrieben, wie locker-alltäglich der Umgang mit gefährlichen Tieren hier ist... Auf diesem letzten Abschnitt wurde uns das noch einmal eindrucksvoll vorgeführt... Selbst wir gehen mit solchen Tieren auf unserem Wege mittlerweile ziemlich, wenn auch nicht völlig, entspannt um... Auf einer Kajak-Tour hier in Fort Myers... ...begegnete uns mal wieder ein Alligator: Für die Anwohner offenkundig kein Problem, denn nur wenige Meter weiter hingen Reifen und Seile zum ins Wasser springen und baden von den Bäumen herunter... Und auch auf einer Kanutour in einem Park mitten in Fort Myers stießen wir auf einen Alligator: Um das mal zu verdeutlichen: unsere Freiburger Freunde stellen sich am Besten einfach mal vor, dass sie auf dem Stadtrainsee in Waldkirch oder am Seepark in Freiburg mit dem Boot fahren und es völlig normal ist dort auch auf Alligatoren zu treffen... Und unsere Freunde und Verwandten in Lübeck stellen sich das einfach mal für den Krähenteich oder die Wakenitz vor... Tja, jetzt ist der Urlaub also vorbei... In den 4 Wochen hier hat es tatsächlich nur einen einzigen Schauer an einem Nachmittag gegeben, sonst regierten Sonne und Wärme! Na ja, das zeigen ja auch die Bilder ganz nachdrücklich, oder!?... Bei all den hochsommerlichen Fotos haben wir gegenüber Mitja fast ein schlechtes Gewissen, denn der hat, wie nicht anders zu erwarten, dort oben in Wisconsin zur Zeit nichts als Schnee, Schnee, Schnee und Schnee und vor allem durchgängig Temperaturen so tief in den Minusbereichen, wie wir uns das in Deutschland gar nicht vorstellen können... Bei unseren Telefonaten brachte er zum Ausdruck, dass er ziemlich neidisch auf unser Strandwetter ist... Aber keine Sorge - ansonsten geht es ihm seit dem Wechsel der Gastfamilie gut hier in den USA! Zum Beweis an dieser Stelle mal drei Fotos von Weihnachten, die er uns übermittelt hat: So, ein letztes Mal grüßen aus dem Paradies... Stephie & Kai

6.1.09 23:43, kommentieren