Marathon - Florida Keys 11.12 bis 15.12

Erste Station für uns auf den Florida Keys war die zu Marathon gehörende Insel Grassy Key - gelegen in etwa genau in der Mitte der Inselkette. Unser Hotel - Gulf View Waterfront Resort - lag optimal. Supermarkt, Drogerie, Strand, Tankstelle, Restaurants u.s.w. - alles innerhalb von 10 min. zu erreichen. Trotz dieser zentralen Lage ist das Resort alles in allem ein idyllisches Kleinod. Nur "alles in allem" deshalb, weil die guten Voraussetzungen im Moment nicht voll zur Geltung kommen... Für Keys-Verhältnisse ist das Resort relativ erschwinglich - bietet aber trotzdem tolle Features wie Kajaks und Tretboote zur kostenfreien Benutzung, eine nette Gartenanlage mit Hängematten, einen schön gelegenen Pool u.s.w.... Der Nutzen dieser Features hält sich aber freilich in Grenzen, wenn ein Großteil der Boote aufgrund irgendwelcher Macken (Tretboot mit einer fehlenden Pedale etc.) nicht einsatzbereit ist oder die Liegen am Pool ohne Unfallversicherung besser nicht gestürmt werden sollten... Nun, vielleicht liegt dieser etwas herunter gekommene Eindruck in Teilen des Resorts schlicht und einfach an dem traurigen Umstand, dass der Inhaber vor wenigen Monaten verstorben ist und die Frau das Ganze nun alleine schmeißt... Besserung ist auf jeden Fall wohl in Sicht - pünktlich zu unserer Abreise kam eine Lieferung mit neuen Liegen... Die Geschichte der Inhaber ist übrigens mal wieder ein urtypisch amerikanische Geschichte - vor 15 Jahren machten die Beiden aus Chicago hier Urlaub und als sie die Keys hinter sich ließen, sagte der Mann kurz vor Miami: "Shit! Warum müssen wir hier eigentlich wieder weg!?"... Die Frau antwortete ganz pragmatisch, dass sie auch gerne bleiben würde, aber ohne Geld laufe halt nichts und was bitte schön sollten sie auf den Keys arbeiten!? Er schlug vor: "Wir kaufen uns ein Objekt und machen einfach ein Hotel auf!" Tja, und so kam es... Schade, dass dieser gemeinsame Traum nur 15 Jahre Bestand hatte und die Frau nun mit schätzungsweise Mitte 50 den Traum alleine weiter leben muss... Anyway - da das Zimmer, der Rest der Anlage und die bereits beschriebene Lage okay waren, haben wir die Tage hier genossen! Und wir haben auch ein Kajak gefunden, das aktiv zum Einsatz kommen konnte. Ansonsten waren wir viel am Strand... Und ein wenig in der Natur unterwegs - kaum stießen wir auf das erste Warnschild in Sachen Alligatoren und Schlangen... Da standen wir auch schon nichts ahnend auf einer Brücke und entdeckten unter uns einen lauernden Alligator von vielleicht immerhin 1 1/2 Meter Länge... Empfehlen können wir im Übrigen das Restaurant "The Wreck & Galley Bar" - wir hatten im Internet gelesen, dass man dort den weltbesten Key Lime Pie essen kann... Tja, was sollen wir sagen!? - Er war einfach großartig! Diesen Key Lime Pie essen und dazu gleichzeitig den gleichnamigen Song von Country-Superstar Kenny Chesney im Kopf haben: das ist Florida-Urlaubs-Feeling at it's best! Zwar hat so ein Stück Kuchen mit 5,95 Dollar einen recht stolzen Preis (vor allem wenn man bedenkt, dass eine wirklich große Portion Sandwich oder Burger mit Pommes nur rund 8 Dollar dort kostet), aber es hat sich gelohnt - unbedingt ausprobieren, wenn ihr mal hier seid!!! Von außen macht das Ganze zwar keinen allzu einladenden Eindruck, aber das komplette Essen war sehr gut und als wir zum Essen dort waren, speisten gerade Feuerwehrleute und das Rettungswagen-Team dort - immer ein gutes Zeichen, wenn ein Restaurant auch von Einheimischen stark frequentiert wird... Natürlich waren wir auch in unseren ersten Tagen hier schon bemüht ein wenig Weihnachtsstimmung aufkommen zu lassen! Was unter Palmen und bei rund 25 Grad natürlich gar nicht so leicht ist... Am Samstag sind wir deshalb schon einmal auf Kurzvisite zum nächsten Ziel unserer Etappe gefahren - nach Key West. Dort fand am Samstag die alljährliche Christmas-Lights-Boat-Parade statt - über 100 Boote - vom kleinen Fischerkutter bis hin zum großen Segelschiff - schmücken sich dann mit festlichem Licht und ziehen in einer Parade durch den Hafen - die schönsten und kreativsten Lichterspiele werden dann von einer Jury prämiert. Wer um die Weihnachtszeit hier ist, sollte sich diese Parade nicht entgehen lassen - schön anzuschauen in der für Key West so typischen lockeren Atmosphäre... Auch wenn das Ganze per Foto gar nicht richtig eingefangen werden kann - eine Impression wollen wir euch doch nicht vorenthalten... Und zum Abschluss unser Marathon-Tage waren wir dann am Sonntag am frühen Abend beim kostenlosen Weihnachtskonzert des örtlichen Community Theaters... Wow, das war strange... Das war mal ein Erlebnis "Amerika pur" - jenseits touristischer Pfade... Stephies erster Kommentar bezog unsere gute Freundin Simone mit ein, die ja Halb-Amerikanerin ist und trotzdem unsere Begeisterung für vieles Amerikanische (wie z.B. Flavoured Coffee oder Countrymusic) so gar nicht teilen mag: "Wenn Simone uns hier jetzt sehen könnte... - die würde glatt sagen, dass wir jetzt endgültig durchgeknallt sind!" Tja, Gruß an dieser Stelle an Simone!!! Warum dieses harsche Urteil!? - Nun, wir waren in einem dörflichen Theatersaal nicht nur die einzigen Touristen, sondern mit unseren 40 und 41 Jahren leicht übertrieben gesagt etwa halb so jung wie der Rest der Anwesenden - was dazu führte, dass wir von links, rechts, vorne und hinten zuvorkommend behandelt wurden und als die Germans überall vorgestellt wurden. Und so sangen wir dann ausgestattet mit den Texten mit einigen Amateurtheater-Leuten und rund 100 Senioren amerikanische Weihnachtslieder... Und zu guter Letzt jetzt noch ein paar Impressionen unserer harmonischen Zeit hier... Proudly sponsored by Sina & Johannes sozusagen, da die Beiden uns zur Abreise ein kleines Stativ für unsere Selbstauslöser-Fotos geschenkt haben! Danke Ihr Zwei! - Kommt hier gut zum Einsatz!!!

15.12.08 02:36

Werbung


bisher 0 Kommentar(e)     TrackBack-URL

Name:
Email:
Website:
E-Mail bei weiteren Kommentaren
Informationen speichern (Cookie)


 Smileys einfügen