Key West 15.12 bis 18.12

Am Montag, den 15. Dezember sind wir auf Key West angekommen. Key West - der Mythos von Andersartigkeit. Vor rund 25 Jahren erklärte man sich kurzerhand vorübergehend zur Conch-Republic und für unabhängig von den USA, weil der Landweg nach Key West von Grenzpatrouillen auf der Suche nach illegalen kubanischen Einwanderern stark beeinträchtigt wurde... Wie es sich für den südlichsten Zipfel der USA gehört, fiel der Empfang für uns mit 33 Grad fast tropisch aus. Und damit sind zwei der Eckpfeiler der Andersartigkeit von Key West auch schon erwähnt - zum typischen American Way of Living gesellen sich hier ein karibisches Flair und eine alternative Lebensweise. Hier laufen überall Hühner auf den Straßen umher, hier trägt auch der weiße Post-Beamte einen "Obama for President"-Button und hier regieren vor allem Zweiräder. Unser Hotel "Best Western Hibiscus" ist der ideale Ausgangspunkt um Key West zu Fuß zu erkunden. Vom Hotel aus sind es nur wenige Minuten in die Duval Street und gut 20 Minuten zum Mallory Square - den beiden Hauptzentren des touristischen Key West. Am Mallory Square wird allabendlich der Sonnenuntergang zelebriert. Hunderte von Menschen warten auf den malerischen Sonnenuntergang, Straßenkünstler wetteifern um die Gunst der Zuschauer und wenn das letzte Stück Sonne im Meer versinkt, dann brandet mitunter tatsächlich Beifall auf. Jeden Abend geht die selbe Sonne auf die ziemlich gleiche Art und Weise an der mehr oder weniger gleichen Stelle unter - und doch hat es eine Magie das Schauspiel jeden Abend aufs Neue zu erleben. Es ist einfach schön das Farbenspiel der untergehenden Sonne zu sehen, seine Liebste dabei im Arm zu haben und im Hintergrund singt ein Straßenmusiker "No women, no cry"... Wobei ich die Schwärmerei ein klein wenig einschränken muss - die Sonnenuntergänge im letzten USA-Urlaub in San Diego waren optisch noch umwerfender und vor allem weitaus romantischer, weil der Platz des Szenario nicht einmal ansatzweise so überlaufen war. In der Duval Street sucht man Romantik ohnehin vergebens. Die Duval Street ist die Party-Meile von Key West, die erst am späten Abend so richtig zum Leben erwacht. Dutzende von Musikkneipen etc. reihen sich hier aneinander. Und so sorgen die Lautstärke und vor allem das aufdringliche Werben der Leute, die vor den Clubs stehend versuchen die Touristen zur Wahl genau dieses Clubs zu überreden für eine eher nervig-billige Atmosphäre - so eine Art Reeperbahn ohne Sex... Gesehen haben sollte man es trotzdem mal, zumal es auch durchaus witzige Momente gibt - etwa wenn ein alter schwarzer Mann mit seinem mit Tannenbaum und Lichterketten geschmücktem Fahrrad unter dem Applaus der Leute die Duval Street auf- und abfährt oder jemand seine riesige Schlange auf den Schultern spazieren führt... Bis zum Sonnenuntergang hat Key West ansonsten nicht so immens viel zu bieten - wir haben uns deshalb tagsüber viel am Pool und am Strand aufgehalten, was unserem Teint definitiv sehr gut getan hat. Und last but not least waren wir weiter intensiv in Sachen "Key Lime Pie" unterwegs! An so ziemlich jeder Ecke rühmt sich ein Laden damit den besten Key Lime Pie der Inselkette im Angebot zu haben... Nach so wenigen Tagen können wir sicherlich nicht behaupten alle probiert zu haben, aber doch einige! Ein Genuss waren irgendwie alle - selbst der von Mc Donalds! Aber der Beste ist und bleibt der auf Marathon (siehe den Blog dazu!)! Auf der morgigen Rückfahrt von Key West zum nächsten Ziel nach Fort Lauderdale werden wir dort noch einmal anhalten und einen ganzen Pie mitnehmen! Zum Glück haben wir im nächsten Hotel wieder einen Kühlschrank... Den nächsten Blog-Eintrag über die Zeit in Fort Lauderdale werdet Ihr hier pünktlich zum Heiligen Abend finden!

18.12.08 01:07

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