Fort Lauderdale 18.12 bis 23.12

Ho Ho Ho... Vorweihnachtliche Grüße aus Fort Lauderdale senden euch Kai und Geburtstagskind Stephie, die auch mit 40 noch lächeln kann! Nach einer Woche auf den Keys mutete die Ankunft in Fort Lauderdale schon ein wenig wie die Rückkehr in die Zivilisation an - was ein weinendes und ein lachendes Auge mit sich brachte... Unser zuverlässiger und nicht mehr weg zu denkender Wegbegleiter - das Navigationssystem mit USA-Karte - musste schon auf den ersten Fort Lauderdale-Meilen Schwerstarbeit leisten. Fast im Sekundentakt gab es eine neue Weganweisung auf dem schier unendlichen Highway-Wirrwarr. Für die frühere Kartenleserin Stephie ist das Ganze Tag für Tag eine nachhaltig entspannende Neuerung! Mitja dürfte wissen wovon ich hier spreche - er hat in einem der letzten Urlaube nach dem Riskieren einer großen Klappe mal versucht den Kartenleser-Job zu übernehmen und schon nach wenigen Minuten wieder aufgegeben... Aber zurück zu der Geschichte mit dem weinenden und dem lachenden Auge... Das lachende Auge entstand natürlich durch die Aussicht auf endlich wieder Dunkin' Donuts, Starbucks und Shopping Malls an fast jeder Ecke... Das weinende Auge indes resultierte aus der schnellen Erkenntnis, dass es mit der fast paradiesischen Ruhe jetzt ein wenig vorbei war - jetzt heißt es auch mal im Stau stehen, alles ist etwas hektischer und manchmal (etwa beim Shopping in der Outlet Mall (ja - die "Sawgrass Mills, Bettina - da kommen doch Erinnerungen an unsere früheren gemeinsamen Florida-Urlaub auf, oder!?) zwei Tage vor Weihnachten) sind die Menschenmassen zumindest für mich fast unerträglich... Fort Lauderdale ist auf jeden Fall voller Gegensätze! Vor den Villen mit Wasserzugang stehen Yachten, die vermutlich mehr wert sind als ein ganzer Straßenzug in den Vierteln der Schwarzen zusammen. Nur zur Verdeutlichung - das nachfolgend abgebildete Boot gehört in dieser Kategorie eindeutig zu den sehr kleinen Ausgaben... Ein anderes Beispiel - vorne am Strand stehen die Hotelburgen, so mancher scheint den Strand in erster Linie zum Posen aufzusuchen und wie in Amerika nicht anders zu erwarten, zeigt so manche Frau hier wie erfolgreich und doch peinlich offensichtlich Schönheitschirurgen gegen die Gesetze der Schwerkraft ankämpfen können... Kaum zwei Minuten hinter dem Strand finden sich dann aber schon wieder State Park-Oasen der Ruhe - wie im "Hugh Taylor Birch State Park", wo wir zu einer neuen abenteuerlichen Kanutour aufgebrochen sind. Ein echter Tipp - während kommerzielle Anbieter um die Ecke 20 Dollar in der Stunde für ein Zweier-Kanu verlangen, kann man so ein Boot hier für 5,60 Dollar pro Stunde mieten und eine Menge exotischer Tiere gab es auch zu sehen. Fort Lauderdale liegt nicht nur direkt an der Atlantik-Küste (mit über 20 Grad Wassertemperatur auch im Dezember ein echter Badespaß), sondern auch nur wenige Meilen von den Everglades entfernt. Und so stand an Stephies Geburtstag mal wieder eine Airboat-Tour auf dem Programm. Es macht jedes Mal wieder Spaß mit dem Airboat durch die scheinbar unendliche Weite des schwimmenden Gras zu driften und die Sichtung eines Alligatoren ist jedes Mal ein echter Höhepunkt. So nah dran an einem großen Alligatoren wie diesmal waren wir vorher noch nie. Und wer hat das Tier entdeckt!? Nein, nicht unser Airboat-Kapitän, der ansonsten aber sehr viel Interessantes zu erzählen hatte, sondern meine Wenigkeit! Das Thema Alligatoren ist für uns Deutsche ohnehin fast ein wenig bizarr. Während bei uns vor gar nicht so langer Zeit das Auftauchen eines einzelnen Bären die Boulevardpresse und die ganze Republik tagelang in Atem hielt und den armen Bären zum Opfer einer regelrechten Treibjagd machte, ist die Gegenwart von Alligatoren hier in Florida allgegenwärtige Normalität. Bei einer Wanderung in der Natur sollte man jederzeit darauf gefasst sein auf einen Alligatoren zu treffen - auch uns passierte das in diesem Urlaub schon mehrfach. Ein Grund zur Panik ist das für die Einheimischen hier in keiner Weise... Abschließen wollen wir das Thema "Fort Lauderdale" mit 2 wirklich guten Reisetipps... Zum Einen mit dem "Red Reef Park" in Boca Raton wenige Meilen oberhalb von Fort Lauderdale. Hier hat man am Strand ein künstliches Riff angelegt und so kann man hier nun wunderbar schnorcheln und exotischen Fischen, Rochen etc. bei ihrem bunten Treiben zuschauen. Auch Stephie, bisher oft selbst beim Schnorcheln in flachem Wasser fast von so etwas wie einem klaustrophobischen Panikanfall gepeinigt, hat das Ganze offensichtlich beeindruckt. Denn trotz zahlreicher großer Quallen in der näheren Umgebung des Riff hat sie diesmal ruhig und ausgiebig mit geschnorchelt. Bei dem anderen Tipp geht es mal wieder um das Thema Essen... Spätestens wer einmal in den USA war, weiß dass Burger nicht gleich Burger ist und die Burger von McDonald's und Co. nun wirklich nicht der Weisheit letzter Schluss sind. Bei "Jack's Old Fashion Hamburger" hier in Fort Lauderdale kann man großartige Burger genießen - ohne Gummigurke, mit der Möglichkeit den Burger selbst mit Zwiebeln, Ketchup etc. zu belegen und einem richtigen, saftigen und nach Wunschstärke gebratenen Hacksteak... Na ja, halt ein Burger wie ihn Ihr, liebe Kochzirkel-Freunde, von unserem Kochzirkel-Abend kennt... Apropos - steht schon der Januar-Termin!?? Also - auch an dieser Stelle sei jetzt passend gesagt: "Merry Christmas!!!" Unter Palmen, am Strand, in der Sonne - grüßen euch Stephie und Kai! Den Eintrag über unsere Zeit in Orlando findet ihr zum Jahreswechsel!

23.12.08 04:30

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